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Geschichte

Die Geschichte in und um Eberstadt

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Erste Urkunde von 1247 mit Papstsiegel

Erste menschliche Spuren im Eberbachtal konnten bei zufälligen Ausgrabungen der Jungsteinzeit zugeordnet werden. Deutlicher als die wenigen Scherben und Metallteile aus dieser Epoche waren die Spuren, die die Römer in unserem Tal hinterlassen haben. Neben Grabstätten, Mithrassteinen und römischen Wegen zeugen ausgegrabene Grundrisse eines Hauses von der Kolonisation unseres Raumes durch das damalige Römische Reich. 

Seine erste urkundliche Erwähnung kann Eberstadt im Jahr 1247 verzeichnen. In einer Urkunde von Papst Innozenz IV. wird Eberstadt als Besitztum des Chorfrauenstifts Oberstenfeld unter besonderen päpstlichen Schutz gestellt. Diese erste urkundliche Erwähnung wurde im Jahr 1997 mit der großen 750-Jahr-Feier Eberstadts gebührend gewürdigt.

Blick auf die Ulrichskirche
Blick auf die Ulrichskirche

Betrachtet man die zurückliegenden Jahrhunderte, brachte der 30jährige Krieg auch für Eberstadt Hunger und Elend. Besonders betroffen wurde das Gebiet um Eberstadt durch die Niederlage einer mit Württemberg verbundenen schwedischen Armee 1634 bei Nördlingen. Nach der Schlacht geflohene geschlagene Soldaten und nachrückende siegreiche Truppen plünderten und zerstörten die Dörfer der Umgebung. Neben den zerstörten Haushaltungen rafften Plünderungen, Morde und Krankheiten die Bevölkerung nieder. Deutlich wird diese Katastrophe an der Entwicklung der Bevölkerungszahlen. Hatte Eberstadt 1629 noch rund 620 Einwohner, waren es 1651 nur noch 210.

Die tief greifenden Folgen des 30jährigen Krieges und weitere Unruhen im Laufe der nächsten Jahrzehnte bewirkten, dass sich Eberstadt nur langsam wirtschaftlich und gesellschaftlich erholen konnte. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts konnte die inzwischen zum Amt Weinsberg gehörende Gemeinde ihre Einwohnerzahlen wieder steigern und die finanziellen Verhältnisse aufbessern. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 hatte Eberstadt wieder rund 760 Einwohner. Diesem Krieg, der die Dörfer und Städte vor direkten Einwirkungen verschonte, kostete 39 Soldaten aus Eberstadt und 18 aus Hölzern das Leben. Schlimmer traf Eberstadt der zweite Weltkrieg, wurde doch das heimatliche Land allmählich zum Kriegsgebiet. Von 934 Einwohnern zu Kriegsbeginn kehrten 54 nicht mehr von der Front zurück. Auch in der Gemeinde selbst waren durch einzelne Fliegerangriffe Tote und Verletzte zu beklagen.

In der Nachkriegszeit entwickelte sich auch in Eberstadt verstärkt ein Standort der heimischen Wirtschaft und des Gewerbes. Dabei verschwanden aber die ländlichen Strukturen - vor allem der Weinbau - nicht vollständig, sondern haben in modernisierter Form bis in die heutige Zeit überlebt.

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