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Ortskernsanierung Eberstadt - Altes Schulhaus

Altes Schulhaus Eberstadt

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste,


nach umfangreicher Planung und Vorbereitung ist mit der Sanierung des Alten Schulhauses Eberstadt ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.
Dank der hervorragenden und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Projektpartner ist es uns nicht nur gelungen, dieses denkmalgeschützte, Ortsbild prägende Gebäude aus dem Jahre 1880 zu erhalten, sondern darüber hinaus ein echtes „Schmuckstück“ im Ortskern unserer Gemeinde zu schaffen.


Die Kombination aus fachgerechter Sanierung und funktionalen Notwendigkeiten ist in vorbildlicher Weise gelungen. Die neu entstandenen Räume stehen nun einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung und eröffnen völlig neue Nutzungsmöglichkeiten und Angebote in unserer Gemeinde. Möge daraus ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft entstehen.


Besonderer Dank gilt allen, die zur Sanierung des Alten Schulhauses Eberstadt ihren unverzichtbaren Beitrag geleistet haben: Den Damen und Herren Gemeinderäten, unseren Förderern und Zuschussgebern, allen
Planern und Fachfirmen.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Gästen viel Freude bei der Nutzung des Alten Schulhauses Eberstadt.

 

Herzliche Grüße
Timo Frey
Bürgermeister

Chronologie

1880:
Neubau des Alten Schulhauses Eberstadt, Aufnahme des Schulbetriebs

1970:
Umzug aller Klassen in das neue Schulgebäude in der Lennacher Straße

März 2005:
Wiederaufnahme der Gemeinde in das Landessanierungsprogramm

Okt. 2008:
Beauftragung der Gebäudeaufnahme

Sept. 2009:
Kostenschätzung und erste Vorentwürfe werden vorgestellt

April 2010:
Gewährung von Fördermitteln der Landesdenkmalpflege

März - Dez. 2011:
Die Ausführung der regendichten Außenhülle zur Vermeidung weiterer Gebäudeschäden erfolgt

Febr. 2011:
Dank weiterer Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fällt der Entschluss, die Sandsteinfassade zu sanieren; Fertigstellung Nov. 2012

Okt. 2012:
Der letzte Sanierungsschritt, die komplette Innensanierung, wird beschlossen

Dez. 2012 - Juni 2013:
Ausschreibung und Vergabe aller Gewerke

Juli - Dez. 2013:
Die Innensanierung wird ausgeführt

Jan.- März 2014:
Abschluss letzter Restarbeiten

Weg zur Sanierung

Im Herbst 2008 beschließt der Gemeinderat Eberstadt eine Gesamtbeurteilung des Gebäudezustands für das Alte Schulhaus Eberstadt in Auftrag zu geben.

Mit der statischen Voruntersuchung wird das Ingenieurbüro Manfred Glaser aus Obersulm-Eschenau, mit der Gebäudeaufnahme das Architekturbüro Jürgen Galetzka aus Eberstadt beauftragt.

Es soll eine möglichst lückenlose Kartierung und Dokumentation aller Bauschäden vorgenommen werden, als Grundlage für eine Kostenermittlung.
Im Mai 2009 berät der Gemeinderat über die nächsten Schritte, in denen Vorentwürfe sowie eine belastbare Kostenschätzung aufgestellt werden sollen.

Die Entwurfskonzepte und die Kostenschätzung können bereits im September dem Gemeinderat vorgestellt werden. Für die Sanierung wird ein Gesamtaufwand von 1.573.000 € ermittelt.


Die denkmalschutzrechtlichen Belange haben natürlich einen hohen Stellenwert. Dies erfordert eine enge Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt. Ende September wird ein Antrag auf Förderung des Baudenkmales gestellt. Im April 2010 wird für dieses Projekt eine Fördersumme von 122.000 € aus Mitteln der Denkmalpflege zugesagt. Zusammen mit den Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm bildet dies die finanzielle Grundlage für die Sanierung.

Sanierungsschritt 1

Im September 2010 beschließt der Gemeinderat im nächsten Schritt eine regendichte Außenhülle herzustellen, damit weitere Gebäudeschäden vermieden werden.

Ein statisches Konzept wird erarbeitet. Es werden konstruktive Maßnahmen festgelegt, um für die Ausschreibungen die genauen Grundlagen beschreiben zu können.

In den Wintermonaten werden Massenermittlungen und Zeichnungen erstellt; die ersten Gewerke im Februar 2011 vergeben. Die Arbeiten werden von März bis Dezember 2011 ausgeführt.

Die herausfordernsten Aufgaben zeigen sich am Dach:

Austausch der maroden und morschen Balken, Sparren und Pfetten, Einbau eines Ersatztragwerks aus Stahlträgern und Stützen, exakt über den gusseisernen Stützen im Erdgeschoss.

Die Erstfenster können zu 90 % restauriert und wieder eingebaut werden, zusätzliche Kastenfenster dienen dem Wärmeschutz. Die Hälfte der 1910 verdeckten, glasierten Ziegel können wiederverwendet werden.

Sanierungsschritt 2

Dank zusätzlicher Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Verbindung mit der Toto-Lotto GmbH beschließt der Gemeinderat im September 2011 die Sanierung der Sandsteinfassade. Mit Ausfertigung des Maßnahmenvertrags wird die Sanierung der Sandsteinfassade mit der Stiftung vereinbart.

Die Arbeiten an der Sandsteinfassade werden im April 2012 vergeben und laufen von Mai bis November. Diese Arbeiten beinhalten unter anderem den Austausch der Sandsteine und das Ausschlämmen von Rissen.


Die Fugen müssen komplett nachgebessert werden, da die Witterung über 130 Jahre hinweg die Bindemittel ausgewaschen hat. Die Klappläden werden nach historischem Vorbild wiederhergestellt

Sanierungsschritt 3

Der Entschluss reift, das Alte Schulhaus für die breite Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Die komplette Innensanierung des Gebäudes wird beschlossen.
Der Gemeinderat befürwortet, die Raumgestaltung nach den Erstbefunden wiederherzustellen; d.h. die Flächen werden wie 1880 mit Leimfarben gestrichen.


Weitere restauratorische Untersuchungen übernimmt Herr Klaus Hub aus Morsbach. Die beiden Klassenzimmer und das Lehrer-Schlafzimmer sind hierbei die am besten erhaltenen Räume und daher restauratorisch zu sanieren. Herrn Hub werden diese Arbeiten übertragen. Es folgen die Vergaben für die restlichen Gewerke.


Im Dezember 2012 beginnen die Rohbauarbeiten am Aufzugsschacht und die Ertüchtigung der Tragwerkskonstruktion. Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten erfolgt im Dezember 2013, kleinere Restarbeiten folgen ab Januar 2014.


Der nördliche Zugang und die Südtreppe werden im Januar 2014 fertig gestellt.


Ende Januar können die ersten Erfahrungen mit den neuen Räumlichkeiten gesammelt werden. Alle Nutzer sind begeistert.

Zusammenfassend

Das Alte Schulhaus prägt, ebenso wie die Kirche, das Pfarrhaus und das Rathaus, die Ortsmitte von Eberstadt. Vor allem die Sandsteinfassade gilt als das Herzstück des Denkmals. 

Baugeschichtlich ordnet man das Gebäude dem Historismus zu, der sich in Sachen Stilelemente auf das Wichtigste beschränkt. Das Alte Schulhaus mit Raumgrößen in allen Zuschnitten, von 20 m² bis 160 m², bietet Platz für Kleingruppen wie auch Vereinen und Festlichkeiten. 
Deshalb ist in den letzten Wochen vor der Fertigstellung im Dezember 2013 die Vorfreude der Bürgerinnen und Bürger, das Gebäude nach fünf Jahren Bauzeit zu erleben, spürbar.

 

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